Wie Medien die Gastronomie zerstören

Die Gastronomie befindet sich in einer tiefen Krise. Und zwar in mehreren Bereichen. Allergenverordnung, Bürokratischen Wahnsinn, Mitarbeitermangel und noch vieles mehr. Und was machen Magazine und Zeitschriften? Sie gießen seit vielen Jahren Öl ins Feuer. Und genau das verschärft die angespannte Situation in der Gastronomie enorm. Sehr bedauerlich..!

Grundsätzliches vorweg: Nicht die Medien alleine sind schuld an der Lage in dieser Branche. Es handelt sich hier nur um einen der Faktoren. Aber genau mit diesem möchte ich mich heute einmal ein wenig befassen und auch ein wenig Frust von der Seele schreiben.

Ja als Gastronom hat man es nicht immer leicht. Jedoch gibt es nicht nur schlechte Sachen wie es uns die Medienwelt gerne präsentiert.

Es scheint kein Tag zu vergehen wo es keine Meldungen über Mitarbeitermangel in den heimischen Betrieben gibt. Und ja es stimmt, die Situation ist angespannt. Es  mussten bereits Betriebe schließen, oder die Öffnungszeiten kürzen. Vor allem Betriebe am Land, ohne umfangreichen Tourismus haben enorme Schwierigkeiten Mitarbeiter zu finden. Sogar Hotels und Restaurants in staken Tourismusregionen wie Zell am See, Arlberg oder Ischgl kämpfen um einen jeden Koch und Kellner.

In den Stellenausschreibungen in den Medien, beim AMS, oder bei den verschiedensten online Job-Portalen finden sich unzählige Angebote aus der Gastronomie bzw. dem Tourismus. Doch Bewerbungen kommen nur wenige bis gar keine. Vor allem nicht von Einheimischen. Und wenn man nachfragt warum kaum noch jemand in die Gastronomie gehen will, dann erwidern andere damit dass die Arbeitsverhältnisse nicht stimmen. Aber was haben die Medien damit zu tun?

Wie Medien über die Gastronomie berichteten

Es gibt eine Vielzahl von Beiträgen über die Gastronomie. Doch was sagen diese aus? In erster Linie wird über die Gastronomie negativ berichtet. Miese Entlohnung, miese Arbeitszeiten, psychischer sowie körperlicher Stress usw…

Da darf es einem dann natürlich auch nicht wundern. Solche Beiträge sind nicht gerade ein Feuerwerk der Motivation. Logisch! Wenn man seit Jahren immer wieder zu hören oder zu sehen bekommt wie scheiße die Arbeit in der Gastronomie ist, und alles nur in ein negatives Licht gerückt wird. Und da haben die Medien hervorragend Leistung vollbracht, indem sie meist nur einseitige Berichterstattung bieten.

Als Journalist oder Redakteur ist es natürlich einfach über schlechte Dinge zu schreiben. Wer mag schon etwas über die vielen Vorteile der Gastronomie vernehmen? Schlechte Nachrichten verkaufen sich leider besser.

Und ehrlich gesagt finde ich das sehr bedauerlich, schlimm und teilweise sogar fahrlässig. Wenn eine Zeitung wieder schreibt wie wenig ein Kellner verdient, schreiben sie dabei jedoch nicht wie es mit dem Trinkgeld aussieht. Gegebenheiten wie zum Beispiel kostenlose Verpflegung und Übernachtung werden dabei ebenso nicht erwähnt.

Warum berichten diese Magazine und Zeitschriften nicht auch einmal welche Vorteile es mit sich bringen, wenn man mit Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen zusammenarbeitet. Sei es im Sinne von Gast und Wirt, oder im Sinne einer kollegialen Zusammenarbeit.

Dieser Zustand muss sich dringend verbessern. Wir brauchen dringend Initiativen welche die Vorteile in den Vordergrund stellen. Wir brauchen Medien, die beide Seiten dieser Branche zeigen.

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